"Warum bauen wir in Deutschland so teuer?" am 2026-02-05 um 20:00:00

Warum bauen wir in Deutschland so teuer?

Bezahlbarer Wohnraum für "Normalverdiener"? - fast wie ein Lottogewinn!

von Peter Bauer

Mieten gehen in den Ballungsräumen durch die Decke.
Der Traum vom Eigenheim oder der Eigentumswohnung - eine Illusion.
Grundstücke kosten teilweise 3-4 mal so viel wie vor 10-15 Jahren.
Fehlender bezahlbarer Wohnraum als sozialer Sprengstoff.

Was läuft denn bei uns seit mindestens 20 Jahre schief? Und was könnte man sofort ändern?
Um diese Themen geht es in meinem Gespräch mit dem Präsidenten des Zentralverbands des deutschen Baugewerbes, Wolfgang Schubert-Raab, zugleiuch noch Co-Geschäftsführer eines vielfach ausgezeichneten mittelständischen Bauunternehmens (Raab Bau) in Oberfranken. https://raab-bau.de
Wolfgang Schubert-Raab nennt in diesem Dialog eine Reihe wichtiger Ansätze und Einsparpotenziale, die er auf etwa 25% Kostensenkung beziffert“ Und dieses Potenzial ist aus seiner Sicht de facto sofort umsetzbar.
Angesichts der wachsenden Brisanz des Themas "fehlender bezahlbarer Wohnraum" in großen Teilen Deutschlands lohnt das Gespräch sehr, zumal es um qualifiziertes Datenmaterial ergänzt wird.
Warum vergraben wir beim Neubau oftmals Hundertausende von Euros unter der Erde?
Das Kellergeschoss oder/und die Tiefgarage sind die mit Abstand der teuerste Gebäudeteil – und wofür? Für Zeugs, das wir meistens nicht brauchen oder extrem selten (der Nachbar hat´s vermutlich auch). Für Deutschlands letztes Refugium des Mannes – das Auto, wo ein TG-Stellplatz inzwischen Baukosten von 60 T. Euro je Stellplatz aufwärts verursacht. „Bezahlbarer Wohnraum“ mit allein 60.000 Euro Zusatzkosten für einen Pkw-Stellplatz. Einen Kellerraum von Pkw-Stellplatzgröße dazu?

Die Erkenntnis: So wird es nicht gehen. Denn wir haben nicht zu wenig Stellplätze, sondern zu viele Autos, die meist 20 Stunden am Tag oder länger herumstehen und Woche für Woche an Wert verlieren und zugleich Geld kosten.
Also – auch hier Anpackpunkte für bessere und kostengünstigere Lösungen.
Beispiel das Mobilitätskonzept des Zukunftsquartiers Speyer:
• 40 Wohnungen
• max. 20 Pkw-Stellplätzen; davon 5 für ein bewohnerinternes Carsharing, ergänzt um 1 Lasten-eBike;
• eine Lieferdienst unabhängige Paket-Bring- und Abholdienst, auch für die erweiterte Nachbarschaft
• 2 öffentliche Carsharing-Stellplätze, nutzbar für alle; vermutlich noch ergänzt um 1 Lasten-eBike
• Die 20 Pkw-Stellplätze planen wir in einer Quartiersgarage unterzubringen, die auch den bestehenden öffentlichen Straßenraum von herumstehendem „Blech“ befreien soll.
Dieses Mobilitäts-Angebot ist nach Ansicht von Fachleuten völlig überdimensioniert. Aber auch bei uns benötigt der „Pkw-Abschmelzungsprozess“ vermutlich noch 3-4 Jahre ab Einzug.
In der Realität kommen jedoch nicht 0,5 Stellplätze = Pkws auf eine Wohnung (HH), sondern oftmals sogar 2 und mehr Pkw.
Deshalb meine Empfehlung und große Bitte – diese Info samt Video weitergeben, insbesondere auch an ihre Kommunalverwaltung sowie Politiker (m/w/d) in deinem/Ihrem Umfeld.
Wir benötigen dringend mehr Kompetenz, bessere Förderkonzepte und vor allem gut informierte und FAIRE Investoren (auch in eigener Sache) samt Architekten und Fach-Ingenieure.
Peter Bauer, 27.01.2026
Diplom-Kaufmann / Initiator Zukunftsquartier Speyer, einem gemeinschaftlichen und Generationen verbindenden Wohnprojekt mit ca. 40 Wohnungen samt Gemeinschaftsflächen
https://zukunftsquartier-speyer.de

Sendeschema

Damit die Zuschauer aus den drei Städten Ludwigshafen, Speyer und Worms einen Anhaltspunkt haben, wann sie das Programm aus ihrer Stadt auf dem Sender sehen können, wurde für rheinlOKal ein Sendeschema entwickelt. Jeweils 3-mal in der Woche gibt es einen neuen Programmblock aus den drei Städten. Daneben werden auch ausgewählte Beiträge aus anderen Offenen Kanälen in RLP ausgestrahlt.