" Eröffnungsvortrag - Schwerpunktprogramm 2024 " am 2026-05-03 um 03:12:16
Eröffnungsvortrag - Schwerpunktprogramm 2024
Hoffnungslos? Über Krise und Utopie
von Amy Höfs
Der Ruf nach Hoffnung ist ein Krisenphänomen. Hoffnung soll die Angst, gar die Verzweiflung übertönen, die in ihrem Untergrund rumort. Ein „Prinzip“ Hoffnung versucht, aus diesem Affekt ein zur Erkenntnis taugliches Instrument zu machen. Grade deshalb will es nicht in den abstrakten Höhen kontemplativer Selbstgenügsamkeit verharren, sondern verpflichtet sich einem praktischen Wissen, das im Interesse der menschlichen Hoffnungen nach den Möglichkeiten ihrer Verwirklichung sucht.
Mit Rückgriff auf Ernst Bloch, der sein „Prinzip Hoffnung“ in Zeiten größter Hoffnungslosigkeit schrieb – als Jude auf der Flucht vor den Nazis, als kritischer Denker von der akademischen Philosophie missachtet – soll im Spannungsbogen von Wunsch und Wirklichkeit die Bedeutung von Hoffnung auf die heutige Gegenwart bezogen werden.
Hanna Gekle studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte und promovierte zum Thema „Bloch und Freund – Die Philosophie des Noch-nicht-Bewussten und die Theorie des Unbewussten in Tübingen. Dort war sie auch als letzte Assistentin von Ernst Bloch tätig. Es folgte ein Diplom in Psychologie und eine Ausbildung zur Psychoanalytikerin. Als Verwalterin des Nachlasses von Ernst Bloch war sie Mitherausgeberin der Briefe von Ernst Bloch sowie der Leipziger Vorlesungen und Herausgeberin von „Abschied von der Utopie?“ – Vorträge von Ernst Bloch aus dem Nachlass. Von 1989 bis 1999 war Gekle Mitarbeiterin am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt. In diese Zeit fallen zahlreiche Veröffentlichungen im Rahmen der Psychoanalyse. Seit 2000 ist Hanna Gekle als niedergelassene Psychoanalytikerin in eigener Praxis tätig. 2019 erschien die letzte größere Publikation „Der Fall des Philosophen – Eine Archäologie des Denkens am Beispiel von Ernst Bloch“.
Quelle: www.bloch.de
Aufzeichnung aus dem Ernst-Bloch-Zentrum vom 14. März 2024
Sendeschema

Damit die Zuschauer aus den drei Städten Ludwigshafen, Speyer und Worms einen Anhaltspunkt haben, wann sie das Programm aus ihrer Stadt auf dem Sender sehen können, wurde für rheinlOKal ein Sendeschema entwickelt. Jeweils 3-mal in der Woche gibt es einen neuen Programmblock aus den drei Städten. Daneben werden auch ausgewählte Beiträge aus anderen Offenen Kanälen in RLP ausgestrahlt.